Augsburg (A)

20.12.2014
Geschrieben von Pöppi und Koddi, 23 Dezember 2014 | Kategorie: Tourberichte

Augsburg auswärts – letzter Spieltag der Hinrunde – 20.12.2014:

Die Planungen für diese Tour wurden bereits Anfang November forciert, nachdem die offizielle Gründung unserer seit Jahren bestehenden Interessenvereinigung („Gladbach Supporters Lutten“) endlich unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Auf der Gründungsversammlung am 31.10.2014 wurde die Fahrt nach Augsburg zur Jahresabsch(l)usstour auserkoren, bei der wir möglichst in Bestbesetzung auflaufen wollten, was auch nahezu gelang. Bis auf die Patienten Dampfmann, Thal und Nobbis waren alle GSLer hochmotiviert „on board“. Unter der Führung von Präsi Onkel Malf, machte sich die Supporter-Crew um Jensemann, Pöppi, Lachsparaden-Moff, Simon, Flex, Matze, Geili, Sievke, Kolben sowie den beiden FPMG-Zugtour-Jungfrauen Max und Steffen auf den beschwerlichen Weg gen Schwaben.

Treffpunkt für die Lutter Fraktion des Trosses war traditionell der in der Metropole zentral gelegene Dorfkrug, wo für 05.30 Uhr in der unchristlichsten Frühe Strammstehen befohlen wurde. Selbst die Jüngsten zeigten sich in überraschender Frühform und lieferten, frisch von Mutti abgekärchert, nüchtern und – ganz wichtig – ohne Lachs am Mundwinkel, ein einwandfreies Bild ab. Dass in dem guten alten Dorfkrug noch der ein oder andere Ganztagsalkoholiker begrüßt werden konnte, durfte bereits im Vorfeld erahnt werden. Entsprechende Intuitionen wurden dann auch schon schlappe 100 m vor der Frühgaststätte bestätigt, als einem das erste Lutter Torkelvieh entgegenwankte. Wer schwankt, hat mehr vom Weg! Wirtin Else wurde – von einigen erstmalig nüchtern – begrüßt und das Kneipeninnere (Schlachtfeld) mit großen Augen bestaunt. Grobe 20 Stunden sollten ein paar Verstrahlte noch ein Déjà-vu erleben – allerdings nicht nüchtern.

An der Central Station Twistringen begann dann der Schienentransfer. Man traf freudig auf den von Kutscherin Mareike chauffierten Nicht-Lutter Mob um „Abteilungsleiter Vechta“ (Herr Jens). Kurz vorm Eintreffen der Lok durfte dann auch der Chief endlich begrüßt werden, der wie immer durch perfektes Zeitmanagement auffiel. Eine Minute vor der Zeit ist schließlich des Borussens Pünktlichkeit! Die infahrt kann im Grunde als „total vollgasnormal“ betitelt werden. Es wurde wie immer viel über Fußball philosophiert, die ein oder anderer Hopfenschorle verzehrt, ein ziemlich großer Haufen Unsinn gelabert und – last but not least – das ein oder andere besinnliche Video über den Wahnsinn rund um den geilsten Club der Welt präsentiert. Seit dem 20.12. weiß so z. B. jeder in unserem Supporters-Club, dass der, dessen Name aufgrund diverser Mitleser aus dem engsten Familienkreis nicht genannt werden darf, einen Feuerlöscher nicht nur zum Feuerlöschen benutzt. Nach der Radikalvernichtung diverser Kaltgetränke sowie zweier Umstiege in Hannover und Bremen erreichte die Gesellschaft langsam aber sicher den Spielort. In Augsburg angekommen kam es zunächst zum ersten stressigen Teil der Tour: Schließfächer suchen und finden! Glücklicherweise konnten 2 – 3 Alk-Tresore in Beschlag genommen werden, in die der Proviant der durstigen Horde bestmöglich untergebracht werden musste. Selbst für einen professionellen Tetris-Spieler wäre dies eine sportliche und höchst herausfordernde Aufgabe gewesen. Nachdem dieses Problemchen – Chief sei Dank – gelöst wurde, rückte das Team GSL geschlossen und direkt in das am Bahnhof gelegene Brauhaus ein. Dort machte es sich der Mob in ziemlich chilliger Atmosphäre gemütlich. Man traf sogar auf das ein oder andere bekannte Gesicht, u. a. auf das von unserem Kumpel und Hartz 4-TV-Mimen Marky Mark aus Köln (Gladbach-Fan aus Köln, so muss es sein!), den preisgekrönte Super- Serien wie Richter Hold, Barbara Salesch, Lenßen und Partner, Verdachtsfälle etc. „berühmt“ gemacht haben.

Nachdem auf der Hinfahrt schon der ein oder andere Liter Bier vernichtet wurde und der Hals immer wieder und viel zu schnell auszutrocknen gedachte, verpasste man – aufgrund des netten „Herausbittens“ der Brauhaus-Bierschubse nur (!) – die ersten fünf Minuten des Spiels und somit – Schockschwerenot – den zwischenzeitlichen Führungstreffer unserer Borussia. Im Block angelangt sah man also unsere Elf mit einer 1:0-Führung im Rücken aufspielen und hoffte natürlich insgeheim auf einen „Dreier“, der aber leider nicht eingefahren werden sollte. Zum weiteren Spielverlauf hat sich der Chief ja bereits tiefgreifend geäußert und, wie regelmäßig, den Nagel auf den Kopf getroffen. Jedes weitere Wort erübrigt sich also. Ein wichtiger und präventiver Hinweis für zukünftige Augsburg-Touristen sei an dieser Stelle allerdings noch erlaubt: Achtung, die Ordner in der Puppenkiste befinden sich offensichtlich allesamt im Schleudertraumazustand! Es könnte Erste Hilfe notwendig werden. Also belegt vorher noch einen kleinen Auffrischungskurs!
Nach dem Spiel sollte es erneut stressig werden. Aufgrund der sportlichen Abfahrtszeit unserer Lok gen Heimat bat der Chief bereits im Vorfeld höflichst darum, die SGL-Arena zeitig zu verlassen, auf eine inbrünstige Huldigung der Spieler zu verzichten (was heute auch wirklich nicht zwingend sein musste) und sich zügig in Richtung Bahnhof zu begeben. Die Route führte uns von dort über Mannheim und Hannover in Richtung Nienburg, wo die Zugfahrt für uns endete. Auf der Rückfahrt geschah aus Sicht eines GSLer’s nichts Außergewöhnliches bzw. nichts, womit man nicht im Vorfeld bereits hätte rechnen dürfen. Die Tisch-zu-Tisch-Liegestütze in der Deutschen Bahn im stolzgeschwellten Adamskostüm und wiederkehrende Schwengelparaden sorgten für das ein oder andere Gebrüll, dürften allerdings kaum noch jemanden geschockt haben. Auf dem letzten Teilstück dieser spaßgeschwängerten Vorweihnachtsveranstaltung wurden die vorreservierten 7788-Taxisklaven (Dank an Denker Malf), die uns über Twistringen sicher in die eingangs erwähnte Metropole überführten, dann noch mit hochgradig sinnfreiem Grobunfug belästigt und das wars dann für die Reisegesellschaft. In Lutten endete der Tag für den größten Teil der Mitstreiter. Einige verließ der Mut, andere gingen der guten Else noch gehörig auf den Sack, und die ganz anderen fuhren ins Nightlife von Vechta, um sich dort ein drittes Mal zu betrinken.

Fazit: Wir hatten wie immer eine Menge Spaß. Leider konnten keine Punkte entführt werden. Hoffentlich startet das neue Jahr für unser Team besser als das alte endete. Wir als Supporter werden weitermachen wie bisher, wir haben schließlich noch lange nicht genug!

Alles Gute für 2015 wünschen im Namen der Gladbach Supporters Lutten

Koddi und Pöppi


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